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Selbstdarstellung oder Bürgernähe?
Groß angekündigt in der Presse fand am 21.Juni 2007 die „Bürgerradtour“ mit (?) dem Ministerpräsidenten des Landes NRW Dr. Jürgen Rüttgers statt.

Sehr unscharf: Herr Rüttgers in Hilden.
Pünktlich um kurz vor 14 Uhr erschien Herr Rüttgers auch, der für ihn und seine Begleiter angelieferte Fuhrpark aus Leihfahrrädern blieb jedoch stehen, denn er nahm den Bus und ließ die Bürger buchstäblich im Regen stehen respektive Radeln. Offenbar ging es ihm nicht darum, mit Bürgern zu radeln und sich auszutauschen, sondern sich an den Haltepunkten selbst darzustellen. Gut, das Wetter war nicht jedermanns Sache, aber so vorhergesagt. Anstatt nun die Tour abzusagen, ließ er die Organisatoren von CDU und ADFC Langenfeld mit dem Wetter kämpfen und sich im Bus chauffieren.

Bürgernähe oder Pressetermin?
So zeigte Herr Rüttgers, nachdem er schon bei der
Demo gegen die CO-Pipeline durch einen Pappkameraden vertreten wurde, abermals seine Bürgernähe nach Gutsherrenart.
Im Regen stehen gelassen: Leihfahrräder und Zweiter Bürgermeister Schreier.


Die Organisatoren des Widerstandes im Kreis Mettmann gegen die Bayer-Pipeline nutzten die Gelegenheit, dem Ministerpräsidenten ihre Argumente vorzutragen sowie Pressearbeit zu leisten.


Noch ein abschließendes Wort über Herrn Rüttgers: Auf Mails antwortet er, auch wenn seine Homepage anderes erwarten lässß, offenbar nicht. Zumindest auf diese im Mai geschriebene hat er noch nicht geantwortet:
„Sehr geehrter Herr Rüttgers,

eins vorab: Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie Mails auch mal beantworten würden, meine wurden es bisher jedenfalls nicht.

Zudem fordere ich Sie auf, den Bau der hochgefährlichen Kohlenstoffmonoxidleitung zu stoppen! Als Naturwissenschaftler weiß ich, das diese unsichtbare Gas hochfgiftig und hochentzündlich ist und kenne die verheerende Wirkung auf den Organismus. Zudem weiß ich, dass die Diagnose einer Kohlenstoffmonoxidvergiftung ausgesprochen schwierig ist und Fehldiagnosen und daraus resultierende Fehltherapien an der Tagesordnung sind. Zehntausende Menschen müssten nach dem Bau der Pipeline Jahrzehnte lang mit der latenten Bedrohung leben.
Erschreckend finde ich, wie leichtfertig Ihre Regierung durch ihre Gesetzgebung diese Bedrohung durch die Firma Bayer erleichtert! Das von Bayer benötigte Kohlenstoffmonoxid ließe sich problemlos am Ort des Bedarfs herstellen, jeglicher Transport ist unnötig, gefährlich und menschenverachtend.

Stoppen Sie diesen Wahnsinn bitte umgehend!

Mit freundlichen Grüßen
Klaus de Leuw“

Auf eine etwa zur gleichen Zeit über das Kontaktformular abgeschickte Aufforderung zur Stellungnahme antwortete Fabian Schalt, Dr. Rüttgers Referent für Politik:


Die roten Balken sind meine Textmarken.